DAS TRAINER-INTERVIEW
 

 

Interview mit Bernhard Rainprecht am 04. August 2007


Wie ist es zu deinem Comeback beim FC Mönchhof gekommen?

Bernhard Rainprecht: Ich wurde von der sportlichen Leitung des FC Mönchhof, Hans Tschanek, in etwa Mitte Mai kontaktiert und nach einer kurzen Bedenkzeit kam es dann ganz schnell zu einer Vereinbarung.

Was hast du in der Zwischenzeit gemacht?

Bernhard Rainprecht: In den vergangenen 5,5 Jahren war ich für den SC Frauenkirchen, den SC Breitenbrunn und kurzzeitig auch für den ASV Dt. Jahrndorf als Trainer tätig.

Wirst du etwas am System ändern? Spielt der FCM weiterhin mit einer Abwehrkette?

Bernhard Rainprecht: Die von so manchem Fan des FCM nicht gerade geliebte Viererabwehrkette wird beibehalten. Allerdings möchte ich die Aufgabenverteilung im Mittelfeld derart gestalten, dass die Mannschaft insgesamt vielleicht etwas kompakter auftritt als in der Vergangenheit.

Was waren die Überlegungen bei den Transfers? Warum wurde Tomas Takac abgeben? Welche Position soll Alexander Vegh spielen? Hätte man nicht einen defensiven Mittelfeldspieler gebraucht?

Bernhard Rainprecht: Nach den Erfahrungen des letzten Jahres war es ein großes Anliegen ausschließlich "Teamplayer" zu holen. Dieser Vorgabe entspricht Tormann Hannes Sack, der letztes Jahr beim USV Halbturn eine konstant gute Leistung erbrachte, voll und ganz. Er wird der Mannschaft in allen Belangen ein großer Rückhalt sein. Von Zoran Subosic weiß man, da er bereits im Jahr 2000 für den FCM spielte, dass er technisch versiert, vielseitig einsetzbar und auf jeden Fall auch teamfähig ist. Für die Position des defensiven Mittelfeldspielers, die ich als besonders wichtig erachte, ist Alexander Vegh vorgesehen. Er hat in seiner Karriere zumeist in der Defensive gespielt und wird mit seiner Erfahrung diese Aufgabe sicherlich zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllen können. Zudem denke ich, dass er bei Standardsituationen sehr gefährlich sein wird. Die Besetzung der defensiven Mittelfeldspielerposition war auch der Grund für den Abgang von Tomas Takac. Leider war auf dem österreichischen Spielermarkt kein geeigneter, finanzierbarer Mann zu finden.

Thema Nachwuchs: Du hast ja auch jahrelang im Nachwuchs des FCM gearbeitet. Von U6 bis U14 haben wir derzeit keine Nachwuchssorgen. Vielmehr hatten wir noch nie so viele Kinder beim FC Mönchhof. Macht dir die Lücke sorgen, dass es kaum Spieler junge Spieler gibt die in den nächsten Jahren aufrücken werden? Die Reserve spielt ja Hauptsächlich mit routinierten Spielern.

Bernhard Rainprecht: Natürlich wäre es schön, wenn der eine oder der andere, der in den letzten Jahren seine Fußballschuhe an den Nagel gehängt hat, dem FC Mönchhof erhalten geblieben wäre bzw. seine Liebe zum Fußball wiederentdecken würde. Aber gleichzeitig ist anzumerken, dass der FCM momentan trotzdem über 12-15 ambitionierte Eigengewächse verfügt, deren fußballerische Karriere durchaus noch einige Jahre dauern kann und hoffentlich auch wird, sodass den Nachwuchsspielern noch Zeit zur Reifung bleibt. Die größte Herausforderung stellt bestimmt der Übergang von den Nachwuchsmannschaften zur Reserve und Kampfmannschaft dar. Da gehen die meisten Spieler verloren und mit dieser Problematik muss man sich in den nächsten Jahren sehr gezielt befassen.

Dein letztes Pflichtspiel als FCM-Trainer war gegen den SV Gols, danach haben sich die Wege getrennt. Nun ist ausgerechnet der SV Gols der Auftaktgegner und die Auslosung alles andere als leicht. Wie schätzt du die ersten Runden ein?

Bernhard Rainprecht: Jeder Gegner ist in der ersten Runde aufgrund der Zu - und Abgänge schwer einzuschätzen. Das gilt natürlich auch für den SV Gols. Wallern als hochmotivierter Aufsteiger, Halbturn als Vizemeister des Vorjahres beinahe mit unveränderter Mannschaft und Winden als Titelkandidat werden es uns nicht leicht machen. Wenn wir jedoch konzentriert ans Werk gehen, bin ich überzeugt, dass wir gut abschneiden können.

Wie schätzt du die Liga ein? Welche Mannschaften werden um den Titel mitspielen und welche Mannschaften um den Klassenerhalt spielen?

Bernhard Rainprecht: Es gibt einige Mannschaften, die hohe Ziele anstreben. Außerdem sind in den letzten Jahren Vereine aufgestiegen, die sich sehr stark präsentiert haben. Daher glaube ich, dass die 2.Liga Nord wiedererstarkt ist. Zu den Titelkandidaten zähle ich Halbturn - eingespielte Mannschaft, Kittsee - gut verstärkt, im Frühjahr schon top, Winden - starke Neuzugänge, Wallern - eingespielt, Selbstvertrauen durch Aufstiegseuphorie und vielleicht Landesligaabsteiger Trausdorf. Im Tabellenkeller werden die üblichen "Verdächtigen" zu finden sein.

Was sind die Ziele in dieser Saison? Mit welchem Tabellenplatz wärst du zufrieden?

Bernhard Rainprecht: Mein Ziel ist das Potential der Mannschaft annähernd auszuschöpfen und damit eine rangmäßige Verbesserung gegenüber dem Spieljahr 2006/07 zu erreichen.

Danke, Bernhard, für das Interview!!


© Franz E. Frania am 05.08.2007