BVZ NEUSIEDL vom 23.7.2003  
 
Es wird sich zeigen, ob es Sinn macht…“

FRISCHER WIND / Der Ex-Nationalspieler Manfred Schmid spricht über die Ziele bei Mönchhof, Frank Stronach und seine Laufbahn als Trainer.

Neue BVZ: Wie kam es überhaupt zu diesem sensationellen Transfer? Sie hatten ja auch noch Angebote aus der Red Zac Ersten Liga.

Schmid: In erster Linie war ich im Urlaub und habe gar nicht mehr damit gerechnet, noch weiter Fußball zu spielen. Ich bin ja jetzt als Trainer in der Stronach-Akademie tätig. Der Hafner Pauli, den ich von Interwetten kenne, hat sich dann bei mir gemeldet. Ich hatte gleich das Gefühl, dass der Verein sehr um mich bemüht war und großes Interesse gezeigt hat. Ich musste mich einfach entscheiden, ob ich weiter professionell Fußball spiele, oder die Trainerlaufbahn einschlage.

Neue BVZ: Haben Sie Mönchhof davor gekannt?

Schmid: Natürlich, ist ja eine gute Weingegend hier… Außerdem ist mir bekannt, dass die Leute im Burgenland sehr fußballbegeistert sind.

Neue BVZ: Was sind Ihre Ziele beim neuen Verein?

Schmid: Ich habe mich schon im Internet ein bißchen erkundigt, und habe gesehen, dass Mönchhof zu viele Gegentore kassiert hat. Ich will hinten einmal sicher stehen und weniger Tore kassieren. Weiters will ich natürlich die Spieler alle gut und genau kennenlernen. Ich habe im Training schon gesehen, dass ein entsprechendes Potential vorhanden ist. Man muss auch sehen, wie hoch die Ambitionen sind. Ich bin jetzt einmal für ein Jahr hier. Dann wird sich zeigen, ob es Sinn macht. Ich will weder, dass Mönchhof, noch ich zu Schaden kommen.

Neue BVZ: Sie sind auch der verlängerte Arm von Trainer Göltl auf dem Spielfeld. Wie werden Sie sich einbringen?

Schmid: Ich bin überzeugt davon, mit dem Trainer gut zusammenzuarbeiten. Ich hoffe auch, dass ich mit meiner Erfahrung dem Verein weiterhelfen kann.

Neue BVZ: Themenwechsel. Sie sind auch in der Stronach-Akademie tätig. Was sind dort Ihre Aufgaben?

Schmid: Ich bin als Trainer der U15 tätig und hoffe, mich immer weiter hinauf arbeiten zu können und früher oder später auch Profitrainer zu werden – vielleicht ja auch bei der Austria. Ganz unten wollte ich nicht beginnen, und ich glaube, dass ich sehr gute Möglichkeiten habe.

Neue BVZ: Was halten Sie eigentlich von Frank Stronach?

Schmid: Ich habe schon immer eine gute und positive Meinung über ihn gehabt. Er ist in der Arbeit extrem erfolgreich und will das auch im Sport sein. Ich verstehe nicht, dass ein Mann, der viel Geld in den Fußball steckt, so sehr kritisiert wird. Wenn bei der Austria Ruhe einkehrt und man dem Trainer Zeit gibt, bin ich sicher, dass die Austria auch international eine gute Rolle spielen kann.

OTTO ROSENAUER